Olpe biologisch - Großes Interesse am Reisigbesen binden
Der Trend zum Selbermachen ist "in". Unter dem Motto "Altes Handwerk neu erlernt" fand daher bei Olpe biologisch ein Workshop zum „Reisigbesen binden“ statt.
Unter Anleitung von Hartmut Winkels lernten die Teilnehmer das Binden von traditionellen Besen mit Birkenreisern. Die Besen werden nur aus natürlichen, regionalen Materialien gebunden. Die Reiser stammen von Birken, die im Winter geschnitten werden und dann mindestens drei Monate natürlich trocknen. Gebunden werden die Birkenreiser mit geflochtenen Ringen aus Haselnußfasern.
Die Teilnehmer-/innen haben gelernt, wie die Reiser zugerichtet werden und vor allem, wie aus einer Haselrute das Faserbündel herausgelöst und zu einem passenden Ring geflochten wird. Mit einer einfachen mechanischen Vorrichtung wird das Birkenreiserbündel eng zusammengedrückt und die Flechtringe aufgezogen, die den Besen zusammen halten.
Nachdem die Teilnehmer-/innen sich ihren Stiel ausgesucht und zugerichtet hatten, wurden diese dann in die fertigen Reisigbündel eingeschlagen. Diese Besen haben in der Herstellung keinerlei Energie benötigt, es sind keine Transportwege angefallen, und es werden nur heimische, nachwachsende Rohstoffe eingesetzt. Also auch ökologisch eine „saubere Sache“.
Voller Stolz konnten sich die neuen Reisigbesenbinder von der Qualität ihrer Besen überzeugen. Reisig- Und Reiserbesen sind sehr gut zum Kehren von gepflasterten oder geteerten Flächen geeignet. Dort wo ein herkömmlicher Besen versagt, kehrt ein Reisigbesen immer noch alle nassen Blätter von der Straße.
Der Praxiskurs soll wegen des großen Interesses im kommenden Jahr wieder bei Olpe biologisch angeboten werden. Weitere Infos auch unter www.living-earth.de



