Kreisstadt Olpe bietet Urnenbestattungen in der "Urnengemeinschaftsgrabanlage Regenbogen"
auf dem Friedhof Olpe an

Menschen brauchen einen Platz im Leben und im Tode. Die Tradition, Menschen in Gräbern, welche mit Ihrem Namen versehen sind, zu bestatten, ist vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. In Zeiten zunehmender Individualisierung und Mobilität ist es nicht immer einfach, diese Tradition aufrechtzuerhalten, obwohl bei vielen Menschen das Bedürfnis nach einem würdevollen Ort zum Trauern groß ist. Viele Menschen machen sich bereits vor ihrem Ableben Gedanken darüber, wie sie einmal bestattet werden wollen. Dabei spielen nicht nur finanzielle Aspekte eine Rolle. In Gesprächen stellen Betroffene immer wieder Fragen nach der Dauer der Ruhezeit oder der Verpflichtung zur Grabpflege bei einzelnen Grabarten. Die Tendenz zur Urnenbestattung ist merkbar. Für die Wahl einer Urnenbestattung sprechen erfahrungsgemäß eine kürzere Ruhezeit gegenüber der Sargbestattung sowie eine merklich kleinere Grabfläche zur Pflege gegenüber einem herkömmlichen Erdgrab. Inzwischen werden gerade auch wegen der grundsätzlichen Verpflichtung zur Grabpflege die pflegefreien Varianten, wie z. B. das Rasengrab oder die Baumbestattung gewählt.

Die Kreisstadt Olpe bietet sowohl für die Sarg- als auch für die Urnenbestattung eine Vielzahl von Grabarten an. Eine weitere ist nun hinzugekommen. Die neu geschaffene Urnengemeinschaftsgrabanlage trägt der aktuellen Entwicklung Rechnung und sorgt dafür, dass die gärtnerisch gestaltete und gepflegte Grabstätte den Angehörigen einem würdevollen Platz zur Trauerbewältigung bietet, ohne sich um die Grabpflege selbst sorgen zu müssen. Um eine solche Urnengemeinschaftsgrabanlage, die inzwischen auf vielen Friedhöfen in den unterschiedlichsten Gestaltungsvarianten vorzufinden ist, auch auf dem Friedhof in Olpe zu realisieren, wurde mit der Gärtnerei Hochstein eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen. Die Fläche für diese Grabanlage ist etwa 25 m² groß und wurde durch die Kreisstadt Olpe zur Verfügung gestellt. Die Gärtnerei Hochstein hat die Grabanlage inzwischen angelegt. Als Gesamteinheit gestaltet, verbindet die Urnengemeinschaftsgrabanlage nun 40 Grabstätten in harmonischer Art und Weise miteinander. Neben einer Dauer- und Wechselbepflanzung befinden sich auf dem Grabfeld drei Natursteinstelen zum Anbringen der Namensschilder sowie zwei Metallschalen zum Ablegen von Blüten und Kerzen.

Bei den Grabstätten handelt es sich um Reihengräber, die im Bestattungsfall der Reihe nach vergeben werden. Eine Reservierung von Grabstätten zum Beispiel für Ehepaare ist nicht möglich. Die Nutzungszeit für ein solches Urnenreihengrab beträgt, wie bei allen anderen Urnengräbern, 20 Jahre. Die zu entrichtenden Friedhofsgebühren richten sich nach der städtischen Gebührensatzung für den Kommunalfriedhof Olpe: Es werden Beisetzungsgebühren und Grabnutzungsgebühren fällig. Darüber hinaus werden Gebühren bei einer Nutzung der Friedhofshalle erhoben. Die Besonderheit bei dem Erwerb einer Grabstelle in der Urnengemeinschaftsgrabanlage ist, dass dieser immer an den Abschluss eines Dauergrabpflege-Vertrages gekoppelt ist, wodurch weitere Kosten entstehen. Als Komplettleistung werden in diesem Pflegevertrag die Grundgestaltung der Anlage, die anteiligen Grabmalkosten mit Beschriftung, die gärtnerische Pflege und Bepflanzung sowie die Erneuerung bzw. Überholung der Anlage nach ca. 10 Jahren über die gesamte Nutzungszeit von 20 Jahren abgesichert. Die Anlage wird bis zum Ablauf der letzten Nutzungszeit, also 20 Jahre nach der letzten Beisetzung, gepflegt. Die daraus resultierenden Kosten für die Grabpflege und aller damit verbundenen Leistungen für die Dauer der Nutzungszeit belaufen sich auf etwa 2.100 EUR, was jährlichen Pflegekosten von 100 EUR bis 110 EUR  entspricht. Zusätzliche Kosten mit 18 EUR je Buchstaben fallen für die Bronzeinschrift (Namensschild) an.

Das Geld für die Dauergrabpflege, das bei Abschluss des Pflegevertrages fällig ist, wird von der Gesellschaft für Dauergrabpflege Westfalen Lippe mbH mit Sitz in Dortmund treuhänderisch verwaltet. Dazu gehört neben der Verwaltung der Verträge und der jährlichen Bezahlung der Gärtnerei Hochstein auch deren Überprüfung, so dass in regelmäßigen Abständen die ausgeführten Arbeiten besichtigt und geprüft werden. Zudem kann die Gesellschaft für Dauergrabpflege die Grabpflege an einen anderen Betrieb übertragen, falls die vertragsgemäße Ausführung nicht mehr gesichert ist. Damit soll gewährleistet werden, dass die Grabpflege im vereinbarten Umfang und Zeitraum ordnungsgemäß durchgeführt wird.

Die Kreisstadt Olpe möchte mit dieser Urnengemeinschaftsgrabanlage dem Trend nach gärtnerisch gestalteten, attraktiven und gleichzeitig würdevollen Grabstätten ohne Grabpflegeverpflichtung für die Angehörigen nachkommen. Der Gärtnerei Hochstein ist mit der Planung und Umsetzung dieses Projekts eine schmucke und sehenswerte Grabanlage gelungen, die sich harmonisch in den Friedhof eingliedert. Die Kreisstadt Olpe und die Gärtnerei Hochstein als Vertragspartner wünschen sich, dass das neu gestaltete Grabfeld gut angenommen wird und wollen natürlich auch Erfahrungen für die Zukunft sammeln, um Bestattungen individuell und attraktiv zu gestalten. Bei einer entsprechenden Nachfrage ist auch eine Ausweitung dieser Grabart auf andere Freiflächen des Friedhofs durchaus denkbar. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig, so dass verteilt über den Friedhof nach und nach weitere interessante, ansehnliche und farbenprächtig angelegte Urnengemeinschaftsgrabfelder entstehen könnten.

Ist das Interesse geweckt? Nähere Informationen zur „Urnengemeinschaftsgrabanlage Regenbogen“ gibt es bei der

Kreisstadt Olpe – Tiefbauamt/Friedhofsverwaltung
Franziskanerstraße 6, 57462 Olpe

Frau Gudrun Schnüttgen Herr Paul Henkel
Telefon 02761/83-1280 Telefon 02761/83-1246
Fax 02761/83-2280 Fax 02761/83-2246
E-Mail gu.schnuettgen@olpe.de E-Mail p.henkel@olpe.de
       

Gärtnerei Hochstein GmbH
Pater-Deimel-Straße 14, 57462 Olpe

Telefon 02761/63421    
E-Mail info@gaertnerei-hochstein.de    

sowie bei den örtlichen Bestattern.

23.10.2018