Feinste Kammermusik am Sonntagvormittag
Was für eine wunderbare Stimmung herrschte am Sonntagvormittag im Großen Sitzungsaal des Kreishauses Olpe wo Mitglieder des Kollegiums der städtischen Musikschule erneut ein kammermusikalisches Programm präsentierten.
Olga Skuba und Anne Valpertz am Steinway Flügel waren die Hauptakteure.
Dieser liebgewordenen Tradition folgt immer ein treues Publikum, denn es ist inzwischen bekannt, dass hier im Verlauf besondere und sonst in der Kreisstadt eher selten zu hörende Kammermusik auf hohem Niveau geboten wird. Auffällig im Programm war, dass die Klavierfachkräfte Olga Skuba und Anne Valpertz wirklich in jedem Stück präsent waren, daher wurde ihnen von Musikschulleiter Jörg Klüser am Ende ganz besonders gedankt.
Die vier Holzbläser Ursula Keller (Querflöte), Gudrun Schumacher (Klarinette), Jörg Klüser (Oboe) und Michael Lappe als Gast am Fagott begleiteten im zu Beginn gespielten Quintett von Franz Danzi Anne Valpertz am Klavier, die wirklich schwierigste Passagen gekonnt gestaltete. Riesiger Applaus nach diesem für das Publikum unterhaltsamen Werk war die logische Folge.
Quasi als programmatischer Gegenpol folgte von Frédéric Chopin das Nocturne op. 72 Nr. 1 – musiziert von Olga Skuba - , die im weiteren Konzertverlauf erstaunlicherweise ebenfalls mit noch ganz anderen Musikrichtungen zu überzeugen wusste.
Ein immer wieder gern gespieltes Werk hatte sich Ingo Samp ausgesucht: begleitet von Anne Valpertz präsentierten die zwei Künstler die Fantaisie für Kornett und Klavier von Francis Thomé. Dieses Werk besticht durch den Wechsel von wunderbaren musikalischen Linien, die sich mit schnellen virtuosen Passagen abwechseln.
Der für sein gekonntes und ausdrucksstarkes Spiel musikalischer Linien bekannte Saxophonist Guido Simon begeisterte im Anschluss das Auditorium mit zwei Sätzen eines Werks aus der Feder von André Guigou - einmal mehr kongenial begleitet von Anne Valpertz am Steinway.
Danach folgte quasi „Musikschule einmal anders“:
Olga Skuba (Klavier), Claudia Narnhofer (Violine), Georg Haßa (Percussion) und der Gast Alexander Skuba (Bassgitarre) rissen zum Abschluss mit drei Werken aus der Feder des 1982 geborenen russischen Komponisten Vladimir Sterzer das Publikum zu Beifallsstürmen hin. Der Musikstil und die Art der Präsentation zeigten die Musikschule und ihre Musiker in einem bisher eher unbekannten Metier.
Zum Abschluss bedankte sich Dr. Klaus Stocker, der Vorsitzende des Musikschulfördervereins, bei allen Musikern mit Blumen. Die Zuhörer verließen das Konzert gut gelaunt – ein sehr gutes Zeichen für das dargebotene Programm.



