Nordrhein-Westfalen als gemeinsame Heimat kennenlernen
Bei Tagesausflügen in verschiedene Regionen unseres Landes sollen Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte Nordrhein-Westfalen als gemeinsame Heimat kennenlernen und sich in dieser Heimat als zusammengehörig erfahren. Dies hat sich der Verein „Miteinander in Olpe“ als Ziel eines Projektes für dieses Jahr vorgenommen. Das Projekt beinhaltet drei Ausflüge mit Besichtigungen und Führungen. „Wir freuen uns, dass wir für das Projekt eine Förderung durch das Landesministerium für Arbeit, Migration und Soziales erhalten“, so Johannes Haarmann, Vorsitzender des Vereins. Diese Förderung macht es möglich, dass die Teilnahme nicht am Geld scheitert. So konnten vier Plätze an Asysuchende vergeben werden, die an einem Sprach- und Integrationskurs von Invia teilnehmen. Dieser Kurs wird von Annette Wedig geleitet, die als Mitglied des Vereins dazu anregte.
Insegesamt sind drei Ausflüge geplant
Der erste Ausflug führte ins Rheinland. Dort waren früher besonders die Eifel und der Westerwald von Armut und schwerer Arbeit geprägt. Oft war Auswanderung besonders nach Amerika der einzige Ausweg, so wie heute die Einwanderung nach Deutschland für viele Menschen Ausweg aus Not und Elend ist. Im Freilichtmuseum Kommern sind meist mehrere hundert Jahre alte Häuser wieder aufgebaut und zu Dörfern zusammengestellt, wie sie für die verschiedenen Teile des Rheinlandes typisch sind. In kleinen Gruppen wurden die Teilnehmer durch mehrere Dörfer geführt. Die Führerinnen und Führer verstanden es, das Leben der Menschen damals anschaulich zu schildern.
Zweites beeindruckendes Ziel des Tages war das Radio-Teleskop Effelsberg. Mit einer „Schüssel“, die einen Durchmesser von 100 m hat, können Wissenschaftler, Signale aus dem Weltall zu empfangen. Diese von weit entfernten Sternen ausgehendden Signale, lassen Rückschlüsse auf die Größe, die Beschaffenheit sowie das Werden und Vergehen von Sternen zu. Das Radio-Teleskop Effelsberg ist eines der größten Teleskope überhaupt und wird von Radio-Astronomen aus der ganzen Welt für die Forschung genutzt. Es ist gutes Beispiel für Wissenschaft und Technik unseres Landes.
Den Rest des Tages nutzten die Teilnehmer für einen Bummel durch das schöne Städtchen Bad Münstereifel. Dort verbinden sich Vergangenheit und Gegenwart, wo unterhalb einer Burgruine und zwischen vielen historischen Gebäuden City-Outlet als moderne Einkaufsmöglichkeit angeboten wird.
Vorstellung des Projektes (PDF, 70 kB)
Weitere Informationen
„Wenn vierzig Menschen aus neun Nationen miteinander unterwegs sind, ist das gelebte Integration,“ meint Johannes Haarmann. Und er freut sich auf die nächsten Ziele: Im September ist Bonn mit dem Haus der Geschichte, einer Rheinfahrt nach Königswinter und Aufstieg zum Drachenfels das Ziel. Im Oktober geht es nach Essen mit der Zeche Zollverein als Beispiel für die Industriekultur an der Ruhr.
Informationen zum Verein „Miteinander in Olpe“ gibt es bei Johannes Haarmann unter Tel. 02761/1830, E-Mail miteinanderinolpe@gmx.de



