Faszination Musikschule!
22. Musikschulkongress des Verbandes deutscher Musikschulen in Bamberg wird heute eröffnet.
Bamberg, 24. April 2013. In dem heutigen Pressegespräch zum Musikschulkongress des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) in Bamberg hat der VdM die Bedeutung der musikalischen Bildung in der aktuellen Bildungsdiskussion betont. Zum Musikschulkongress unter dem Motto „Faszination Musikschule!“ vom 26. bis 28. April 2013 in der Konzert- und Kongresshalle Bamberg werden 1.500 Teilnehmer erwartet.
„Die Musikschularbeit ist so weit gefasst wie in keiner anderen Bildungseinrichtung. Sie beginnt mit der Förderung ab dem jüngsten Lebensalter und der Musikalischen Früherziehung bis hin zur Studienvorbereitenden Ausbildung und erstreckt sich weiter auf Angebote bis im Seniorenalter“, so Winfried Richter, bis 15. April 2013 langjähriger Bundesvorsitzender des VdM und Vorsitzender der Kongresskommission. Die Nachfrage an den Bildungsangeboten der öffentlichen Musikschulen im VdM sei groß. „40 Millionen Mal besuchen Schüler jedes Jahr die Musikschulen“, informierte Richter. „Die Teilnehmer des Musikschulkongresses erwartet ein intensiver Gedankenaustausch. Hochkarätige Referenten werden in zahlreichen Arbeitsgruppen, Plenen und Foren neue Anregungen für die musikpädagogische Arbeit geben“. Der VdM freue sich zudem sehr, dass der Präsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Christian Ude, am 26. April den Eröffnungsvortrag hält.
„Wir begrüßen es sehr, dass der VdM hier in der Weltkulturerbestadt seinen Bundekongress abhält“, erklärten Georg Bogensperger, stellvertretender Landrat des Landkreises Bamberg, und Dieter Strattner, Kulturamtsleiter der Stadt Bamberg. Bogensperger hob das finanzielle Engagement des Landkreises für seine 1989 gegründete Musikschule hervor, die mit ihren Lehrkräften und 1.700 Schülern jährlich hervorragende Arbeit leiste und eng mit den Musikvereinen zusammenarbeite. Strattner betonte die Bedeutung der Städtischen Musikschule als pädagogische Bildungseinrichtung, die musikalisches Wissen und Können an ca. 1.300 Schülerinnen und Schüler vermittelt: „Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen und trägt zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung in Zeiten einer nicht zu unterschätzenden multimedialen Überbeanspruchung bei. Den Musikschulen als Nachwuchs- und Talentschmieden sowie als Kooperationspartner für viele Kindergärten, Grund-, Haupt- und Mittelschulen bis hin zur Lebenshilfe ebenso wie als Kulturbotschafter kommt überdies besondere Bedeutung zu.“
Wolfgang Greth, Landesgeschäftsführer des Verbandes Bayerischer Sing- und Musikschulen, würdigte den großen politischen Einsatz der Stadt und des Landkreises Bamberg für die flächendeckende Arbeit der Musikschulen. „Mit über 140.000 Schülern und gut 67.000 wöchentlich erteilten Unterrichtsstunden sind die rund 215 Musikschulen in Bayern wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft“, betonte Greth. Der Name ‚Musikschule‘ sei zudem in Bayern als einzigem Bundesland geschützt. „Die Mitgliedschaft im VdM ist durchaus ein Markenzeichen“, so Greth.
„Bamberg ist die bisher kleinste Stadt, wo dieser große Bundeskongress stattfindet. Die gesunde Musikschullandschaft und partnerschaftliche Arbeit der beiden Musikschulen wird auch bei den musikalischen Angeboten, die die Ensembles zum Musikschulkongress beitragen, sichtbar werden“, kündigten Martin Erzfeld, Leiter der Städtischen Musikschule Bamberg, und Josef Gentil, künstlerisch-pädagogischer Leiter der Kreismusikschule Bamberg an. Vor der Eröffnung des Musikschulkongresses am 26. April werden Musikschulensembles in einer Klangstraße am Bamberger Bahnhof und vor der Konzert- und Kongresshalle die Besucher empfangen. Zum Abschluss des Kongresses am 28. April werden beide Musikschulen Auszüge aus dem Musical „Hair“ aufführen.
Weitere musikalische Höhepunkte sind am Abend des 26. April das Konzert der Deutschen Streicherphilharmonie, des jungen Spitzenensembles der Musikschulen, unter der Leitung von Michael Sanderling und mit den Solistinnen Anna Theresa Steckel (Violine) und Liisa Randalu (Viola), sowie am Abend des 27. April der Fränkische Abend mit Ensembles der Bamberger und weitere bayerischer Musikschulen.
Daneben informiert die kongressbegleitende Fachausstellung mit rund 100 Ausstellern über aktuelle Angebote im Bereich Noten, Unterrichtswerke, Literatur, Musikinstrumente, Musik- und Musikschulsoftware.
Der Kongress in Bamberg wird in Zusammenarbeit mit dem Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen veranstaltet. Gefördert wird der Kongress vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, von der Stadt Bamberg und dem Landkreis Bamberg.
Der VdM ist der Fach- und Trägerverband der öffentlichen gemeinnützigen Musikschulen, in denen an bundesweit 4.000 Standorten über eine Million Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 38.000 Fachlehrkräften im gesamten Spektrum des Musizierens unterrichtet werden. Er engagiert sich als Fachpartner für die bundesweite Entwicklung und Umsetzung musikalischer Jugend- und Erwachsenbildung.
Das Gesamtprogramm des Kongresses ist auf den Internetseiten des VdM unter www.musikschulen.de veröffentlicht.
Pressekontakt:
Claudia Wanner
Verband deutscher Musikschulen e.V.
Tel. 0228/95706-21 vom 23. bis 28. April 2013: 0951/7000 - 553
Mobil: 0171-7364487
Fax: 0228/95706-33 vom 23. bis 28. April 2013: 0951/9647-199
E-Mail: wanner@musikschulen.de
________________________________________
Absender
VdM Verband deutscher Musikschulen
Plittersdorfer Str. 93
53173 Bonn
Tel.: 0228 / 95706-0
Mail: vdm@musikschulen.de
Pressemitteilung
Vielfältige Anregungen für aktuelle Herausforderungen der Musikschularbeit
22. Musikschulkongress des VdM ist heute zu Ende gegangen / VdM verabschiedet Bamberger Erklärung
Bamberg, 28. April 2013. Mit einer fulminanten musikalischen Abschlussveranstaltung ist heute der diesjährige Kongress des Verbands deutscher Musikschulen (VdM) in Bamberg zu Ende gegangen. Über 1.500 Teilnehmer nutzten drei Tage lang das breit gefächerte Kongressprogramm unter dem Motto „Faszination Musikschule!“ mit zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen sowie Diskussionsforen und Plenumsvorträgen zu aktuellen musikpädagogischen und bildungspolitischen Themen.
„PISA war gestern“. Mit dieser These relativierte Rainer Dollase, Psychologe und Professor an der Universität Bielefeld, die Aussagekraft des internationalen Schulvergleichstests in seinem Vortrag zum aktuellen Forschungsstand musikpädagogischer Bildung. „PISA ist nicht geeignet, Schlussfolgerungen für den Alltag zu ziehen“, sagte Dollase. Eine weit höhere Aussagekraft über die Ursachen hätten experimentell angelegte internationale empirische Unterrichtsforschungen. „Die Bedeutung des Lehrers ist wichtig“, betonte Dollase, und hierbei insbesondere die Beziehung zwischen Schüler und Lehrer als Experte und Bezugsperson. „Aktives und geführtes Lernen ist besser und effizienter“, so die Ergebnisse der zitierten Studien laut Dollase. Dabei hob er hervor: „Musikschule braucht Einzel-Lernsituationen“.
„Das aktive Musizieren hat zentrale Bedeutung für Jugendliche. Die Entwicklung der Sinne und des Selbstbewusstseins ist eng mit ästhetischer Bildung verbunden“, so Eckart Liebau, Pädagogikprofessor und Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Kulturelle Bildung der Universität Erlangen-Nürnberg, in seinem Vortrag über aktuelle Begründungen und Perspektiven für Musikerziehung. Noch vor einem halben Jahrhundert sei die Bedeutung der Musikerziehung ohne Verweis auf ökonomische Begründungen und so genannten Transfereffekte ausgekommen. Wichtig sei der Wert des Musizierens an sich, durch die Förderung der Stimmbildung, der Sprechfähigkeit, der Freude an der Musik, der Entwicklung eines musikalischen Repertoires und musikalischer Intelligenz sowie sensiblen und disziplinierten Verhaltens im Ensemble, erklärte Liebau.
Intensiv diskutiert wurden im Rahmen des Kongresses die Herausforderungen für die Musikschulen durch die veränderten Rahmenbedingungen im Bereich der allgemein bildenden Schulen. Mit den Forderungen „Musikalische Bildung braucht Zeiten und Räume in der Schule!“, „Struktursicherung für Zugangsoffenheit und Qualität öffentlicher Musikschulen“ und „Sicherung von Rahmenbedingungen musikalischer Bildung durch Steuerbefreiungen und -erleichterungen“ verabschiedete der Verband im Rahmen des Kongresses die "Bamberger Erklärung" mit Wahlprüfsteinen an die im Bundestag vertretenen Parteien zur Bundestagswahl 2013.
Der Bundesvorsitzende des VdM, Ulrich Rademacher, sagte zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung: „Der Musikschulkongresses hat gezeigt, wie groß die Faszination von und für Musikschule ist. Selbst Musiker zu sein, Musik zu erleben, Musik zu erkennen und zu verstehen, mit Musik berühren und begeistern zu können, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die faszinierende Welt der Musik erschließen zu dürfen – gibt es eine schönere Herausforderung? Mit seinen breit gefächerten anspruchsvollen Angeboten hat der Kongress die Lehrkräfte und Schulleiter begeistert und ihnen vielfältige Anregungen für die aktuellen Herausforderungen ihrer Arbeit gegeben.“
Der Musikschulkongress in Bamberg wurde vom VdM in Zusammenarbeit mit dem Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen veranstaltet und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, der Stadt Bamberg und dem Landkreis Bamberg.
Der VdM ist der Fach- und Trägerverband der öffentlichen gemeinnützigen Musikschulen, in denen an bundesweit 4.000 Standorten über eine Million Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 38.000 Fachlehrkräften im gesamten Spektrum des Musizierens unterrichtet werden. Er engagiert sich als Fachpartner für die bundesweite Entwicklung und Umsetzung musikalischer Jugend- und Erwachsenbildung.
Die „Bamberger Erklärung“ ist veröffentlicht unter www.musikschulen.de.
Honorarfreie Pressefotos und das Logo des Musikschulkongresses stehen unter www.musikschulen.de zum Abruf bereit.
Pressekontakt:
Claudia Wanner
Verband deutscher Musikschulen e.V.
Tel. 0228/95706-21
Mobil: 0171-7364487
E-Mail: wanner@musikschulen.de
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Absender
VdM Verband deutscher Musikschulen
Plittersdorfer Str. 93
53173 Bonn
Tel.: 0228 / 95706-0
Mail: vdm@musikschulen.de
„Wir begrüßen es sehr, dass der VdM hier in der Weltkulturerbestadt seinen Bundekongress abhält“, erklärten Georg Bogensperger, stellvertretender Landrat des Landkreises Bamberg, und Dieter Strattner, Kulturamtsleiter der Stadt Bamberg. Bogensperger hob das finanzielle Engagement des Landkreises für seine 1989 gegründete Musikschule hervor, die mit ihren Lehrkräften und 1.700 Schülern jährlich hervorragende Arbeit leiste und eng mit den Musikvereinen zusammenarbeite. Strattner betonte die Bedeutung der Städtischen Musikschule als pädagogische Bildungseinrichtung, die musikalisches Wissen und Können an ca. 1.300 Schülerinnen und Schüler vermittelt: „Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen und trägt zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung in Zeiten einer nicht zu unterschätzenden multimedialen Überbeanspruchung bei. Den Musikschulen als Nachwuchs- und Talentschmieden sowie als Kooperationspartner für viele Kindergärten, Grund-, Haupt- und Mittelschulen bis hin zur Lebenshilfe ebenso wie als Kulturbotschafter kommt überdies besondere Bedeutung zu.“
Wolfgang Greth, Landesgeschäftsführer des Verbandes Bayerischer Sing- und Musikschulen, würdigte den großen politischen Einsatz der Stadt und des Landkreises Bamberg für die flächendeckende Arbeit der Musikschulen. „Mit über 140.000 Schülern und gut 67.000 wöchentlich erteilten Unterrichtsstunden sind die rund 215 Musikschulen in Bayern wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft“, betonte Greth. Der Name ‚Musikschule‘ sei zudem in Bayern als einzigem Bundesland geschützt. „Die Mitgliedschaft im VdM ist durchaus ein Markenzeichen“, so Greth.
„Bamberg ist die bisher kleinste Stadt, wo dieser große Bundeskongress stattfindet. Die gesunde Musikschullandschaft und partnerschaftliche Arbeit der beiden Musikschulen wird auch bei den musikalischen Angeboten, die die Ensembles zum Musikschulkongress beitragen, sichtbar werden“, kündigten Martin Erzfeld, Leiter der Städtischen Musikschule Bamberg, und Josef Gentil, künstlerisch-pädagogischer Leiter der Kreismusikschule Bamberg an. Vor der Eröffnung des Musikschulkongresses am 26. April werden Musikschulensembles in einer Klangstraße am Bamberger Bahnhof und vor der Konzert- und Kongresshalle die Besucher empfangen. Zum Abschluss des Kongresses am 28. April werden beide Musikschulen Auszüge aus dem Musical „Hair“ aufführen.
Weitere musikalische Höhepunkte sind am Abend des 26. April das Konzert der Deutschen Streicherphilharmonie, des jungen Spitzenensembles der Musikschulen, unter der Leitung von Michael Sanderling und mit den Solistinnen Anna Theresa Steckel (Violine) und Liisa Randalu (Viola), sowie am Abend des 27. April der Fränkische Abend mit Ensembles der Bamberger und weitere bayerischer Musikschulen.
Daneben informiert die kongressbegleitende Fachausstellung mit rund 100 Ausstellern über aktuelle Angebote im Bereich Noten, Unterrichtswerke, Literatur, Musikinstrumente, Musik- und Musikschulsoftware.
Der Kongress in Bamberg wird in Zusammenarbeit mit dem Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen veranstaltet. Gefördert wird der Kongress vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, von der Stadt Bamberg und dem Landkreis Bamberg.
Der VdM ist der Fach- und Trägerverband der öffentlichen gemeinnützigen Musikschulen, in denen an bundesweit 4.000 Standorten über eine Million Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 38.000 Fachlehrkräften im gesamten Spektrum des Musizierens unterrichtet werden. Er engagiert sich als Fachpartner für die bundesweite Entwicklung und Umsetzung musikalischer Jugend- und Erwachsenbildung.
Das Gesamtprogramm des Kongresses ist auf den Internetseiten des VdM unter www.musikschulen.de veröffentlicht.
Pressekontakt:
Claudia Wanner
Verband deutscher Musikschulen e.V.
Tel. 0228/95706-21 vom 23. bis 28. April 2013: 0951/7000 - 553
Mobil: 0171-7364487
Fax: 0228/95706-33 vom 23. bis 28. April 2013: 0951/9647-199
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53173 Bonn
Tel.: 0228 / 95706-0
Mail: vdm@musikschulen.de
Pressemitteilung
Vielfältige Anregungen für aktuelle Herausforderungen der Musikschularbeit
22. Musikschulkongress des VdM ist heute zu Ende gegangen / VdM verabschiedet Bamberger Erklärung
Bamberg, 28. April 2013. Mit einer fulminanten musikalischen Abschlussveranstaltung ist heute der diesjährige Kongress des Verbands deutscher Musikschulen (VdM) in Bamberg zu Ende gegangen. Über 1.500 Teilnehmer nutzten drei Tage lang das breit gefächerte Kongressprogramm unter dem Motto „Faszination Musikschule!“ mit zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen sowie Diskussionsforen und Plenumsvorträgen zu aktuellen musikpädagogischen und bildungspolitischen Themen.
„PISA war gestern“. Mit dieser These relativierte Rainer Dollase, Psychologe und Professor an der Universität Bielefeld, die Aussagekraft des internationalen Schulvergleichstests in seinem Vortrag zum aktuellen Forschungsstand musikpädagogischer Bildung. „PISA ist nicht geeignet, Schlussfolgerungen für den Alltag zu ziehen“, sagte Dollase. Eine weit höhere Aussagekraft über die Ursachen hätten experimentell angelegte internationale empirische Unterrichtsforschungen. „Die Bedeutung des Lehrers ist wichtig“, betonte Dollase, und hierbei insbesondere die Beziehung zwischen Schüler und Lehrer als Experte und Bezugsperson. „Aktives und geführtes Lernen ist besser und effizienter“, so die Ergebnisse der zitierten Studien laut Dollase. Dabei hob er hervor: „Musikschule braucht Einzel-Lernsituationen“.
„Das aktive Musizieren hat zentrale Bedeutung für Jugendliche. Die Entwicklung der Sinne und des Selbstbewusstseins ist eng mit ästhetischer Bildung verbunden“, so Eckart Liebau, Pädagogikprofessor und Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Kulturelle Bildung der Universität Erlangen-Nürnberg, in seinem Vortrag über aktuelle Begründungen und Perspektiven für Musikerziehung. Noch vor einem halben Jahrhundert sei die Bedeutung der Musikerziehung ohne Verweis auf ökonomische Begründungen und so genannten Transfereffekte ausgekommen. Wichtig sei der Wert des Musizierens an sich, durch die Förderung der Stimmbildung, der Sprechfähigkeit, der Freude an der Musik, der Entwicklung eines musikalischen Repertoires und musikalischer Intelligenz sowie sensiblen und disziplinierten Verhaltens im Ensemble, erklärte Liebau.
Intensiv diskutiert wurden im Rahmen des Kongresses die Herausforderungen für die Musikschulen durch die veränderten Rahmenbedingungen im Bereich der allgemein bildenden Schulen. Mit den Forderungen „Musikalische Bildung braucht Zeiten und Räume in der Schule!“, „Struktursicherung für Zugangsoffenheit und Qualität öffentlicher Musikschulen“ und „Sicherung von Rahmenbedingungen musikalischer Bildung durch Steuerbefreiungen und -erleichterungen“ verabschiedete der Verband im Rahmen des Kongresses die "Bamberger Erklärung" mit Wahlprüfsteinen an die im Bundestag vertretenen Parteien zur Bundestagswahl 2013.
Der Bundesvorsitzende des VdM, Ulrich Rademacher, sagte zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung: „Der Musikschulkongresses hat gezeigt, wie groß die Faszination von und für Musikschule ist. Selbst Musiker zu sein, Musik zu erleben, Musik zu erkennen und zu verstehen, mit Musik berühren und begeistern zu können, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die faszinierende Welt der Musik erschließen zu dürfen – gibt es eine schönere Herausforderung? Mit seinen breit gefächerten anspruchsvollen Angeboten hat der Kongress die Lehrkräfte und Schulleiter begeistert und ihnen vielfältige Anregungen für die aktuellen Herausforderungen ihrer Arbeit gegeben.“
Der Musikschulkongress in Bamberg wurde vom VdM in Zusammenarbeit mit dem Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen veranstaltet und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, der Stadt Bamberg und dem Landkreis Bamberg.
Der VdM ist der Fach- und Trägerverband der öffentlichen gemeinnützigen Musikschulen, in denen an bundesweit 4.000 Standorten über eine Million Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 38.000 Fachlehrkräften im gesamten Spektrum des Musizierens unterrichtet werden. Er engagiert sich als Fachpartner für die bundesweite Entwicklung und Umsetzung musikalischer Jugend- und Erwachsenbildung.
Die „Bamberger Erklärung“ ist veröffentlicht unter www.musikschulen.de.
Honorarfreie Pressefotos und das Logo des Musikschulkongresses stehen unter www.musikschulen.de zum Abruf bereit.
Pressekontakt:
Claudia Wanner
Verband deutscher Musikschulen e.V.
Tel. 0228/95706-21
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E-Mail: wanner@musikschulen.de
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Plittersdorfer Str. 93
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Impressionen und Fotos
25.04.2013



