Museumssammlung der Stadt Olpe
Schon seit Gründung des Heimatvereins für Olpe und Umgebung 1921 – damals noch „Heimatverein für das ehemalige Justizamt Olpe“ genannt – gibt es Überlegungen, in Olpe ein Museum zu gründen. Ernsthaftere Bestrebungen seitens des Vereins führten seit Beginn der 1930er Jahre zum Aufbau einer größeren musealen Sammlung, deren Neuzugang in der vereinseigenen Zeitschrift „Heimatblätter“ der Öffentlichkeit bekanntgegeben wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Sammlung jedoch 1946 wegen der damals herrschenden Raumnot wieder aufgelöst. Die Exponate wurden den ehemaligen Stiftern zurückgeben. Man sah sich wegen der Kriegsfolgen auch langfristig nicht in der Lage, ein Museum zu errichten. Dennoch blieb der Wunsch nach einem Museum bei vielen Olper Bürgern und namentlich dem Heimatverein lebendig.
Seit Mitte der 1980er Jahre gibt es seitens der Stadt Olpe neuerliche Bestrebungen, ein Stadtmuseum zu verwirklichen. So erwarb die Stadt 1986 die umfangreiche private „Sammlung Heinz Vitt“, um sie als möglichen Grundstock für ein Stadtmuseum zu nutzen. Ein Jahr später wurde die „Mineraliensammlung Heinrich Pöppelmann“ käuflich erworben, obwohl noch kein Museumsgebäude existierte und auch noch keine konkretere Museumskonzeption vorlag. Weitere umfangreiche Sammlungen folgten: 1995 wurde die „Stadtgeschichtliche Sammlung Dr. Manfred Schöne“ angekauft, und ein Jahr später kam ein großer Teil des Inventars der aufgelösten „Adler-Apotheke Olpe“ in städtischen Besitz. Zahlreiche kleinere und größere Stiftungen im Hinblick auf ein Stadtmuseum folgten.
Die Exponate der Museumssammlung der Stadt Olpe werden vom Stadtarchiv Olpe betreut, sind allerdings noch nicht vollständig inventarisiert. Der Bestand beläuft sich zurzeit auf mehrere Tausend Exponate, die in verschiedenen Schulgebäuden magaziniert sind, zum Teil auch im Stadtarchiv im Alten Lyzeum der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Auf Anregung des Heimatvereins gründeten am 4. November 1997 engagierte Olper Bürgerinnen und Bürger einen „Förderverein Stadtmuseum Olpe e.V.“, der sich seitdem ernsthaft um die Verwirklichung des Museums-Gedankens bemüht. Nach den Vorstellungen des Vereins soll das Stadtmuseum im Olper Bahnhof bzw. als moderner Anbau an das bestehende Bahnhofsgebäude entstehen und die Geschichte von Stadt und Region Olpe in öffentlich wirksamer und wissenschaftlich fundierter Weise darstellen. Ein Schwerpunktthema soll der „Biggesee“ darstellen.
Aktuelles / Veranstaltungen
Johann Bergmann von Olpe und das »Narrenschiff«.
Eine Stiftung des Fördervereins Stadtmuseum Olpe e.V. an die Stadt Olpe
Von Wilma Ohly
(Aus: Südsauerland 245/2011)
Aus der Museumssammlung der Stadt Olpe
Skulptur der hl. Apollonia aus Waukemicke
Von Andrea Arens
(Aus: Olpe in Geschichte und Gegenwart 20 (2012). S. 327-332)



