10-fach gute Wünsche

Gleich 10-fach gute Wünsche überbrachten heute neun zünftige Gesellen und eine Gesellin auf ihrer Walz als Zimmerer, Dachdecker, Steinmetz, Tischler und Holzbild­hauer. Üblicherweise gehen die so genannten „Fremdgeschriebenen“ nicht in so großen Gruppen. Dieses Mal jedoch aus gutem Grund: Gemeinsam hatten Sie am Montag ihren neuen Weggenossen Etinne (2.v.l.) aus Kierspe abgeholt, um ihn aus der Bannmeile von 50 km rund um seinen Heimatort herauszuführen.

Finn, Tom, Etine, Cornelius, Michael, Walle, Sven, Zypfl, Maxim und die 28-jährige Holzbild­hauerin Anni aus Schönebeck in Sachsen-Anhalt bringen es zusam­men auf 13,5 Jahre Wanderschaft. Im mitgeführten Wan­derbuch sammeln sie – jeder für sich - die Städtesiegel der besuchten Orte, nachdem sie bei den jeweiligen Bürgermeistern „zünftig um das Siegel vorgesprochen“ haben.  Bürgermeister Horst Müller erfüllte gerne diese alte Tradition, gab Siegel und ein kleines Reisegeld und erhielt im Gegenzug dafür die „zünftigen“ Glück- und Segenswünsche für sich und seine Stadt.
07.12.2011