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Der Röntgenblick fürs eigene Haus

Thermografie-Aktion im Kreis Olpe

Wo verliert mein Gebäude am meisten Energie? Diese Frage sollten sich Hauseigentümer:innen stellen, bevor sie viel Geld in eine neue Heizung oder eine Dämmung der Fassade investieren.

„Die Thermografie bietet hier eine präzise Diagnose. Mit einer hochauflösenden Wärmebildkamera werden thermische Schwachstellen aufgedeckt, die dem bloßen Auge verborgen bleiben“, weiß Dirk Mobers, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW. Undichte Fenster, mangelhafte Dachdämmung oder verborgene Wärmebrücken – die farbigen Infrarotbilder zeigen genau, wo Handlungsbedarf besteht.

Gezielte Modernisierung statt Gießkannenprinzip

Sanieren ist teuer – umso wichtiger ist es, das Budget an den richtigen Stellen einzusetzen. Thermografische Aufnahmen verhindern teure Fehlentscheidungen. Anstatt das gesamte Haus auf Verdacht zu dämmen, können gezielt die „Lecks“ in der Gebäudehülle geschlossen werden. Das spart nicht nur Kosten bei der Modernisierung, sondern senkt die Heizkosten sofort nach der Umsetzung spürbar. Aber nicht nur vor der Modernisierung, auch danach leistet die Infrarot-Technik wertvolle Dienste. Sie dient als unabhängige Erfolgskontrolle: Wurden die Dämmplatten lückenlos verklebt? Sind die neuen Fenster wirklich luftdicht eingebaut? Die Aufnahmen dokumentieren die handwerkliche Qualität und geben Hauseigentümer:innen die Sicherheit, dass ihre Investition die versprochene Wirkung erzielt.

Thermografie als Wärmepumpen-Check

Eine Wärmepumpe arbeitet dann am effizientesten, wenn das Gebäude die Wärme halten kann. Wer eine Wärmepumpe in ein „energetisches Sieb“ einbaut, riskiert unnötig hohe Stromkosten. Die Thermografie klärt im Vorfeld, ob die Gebäudehülle fit für die neue Technologie ist oder wo noch Maßnahmen umgesetzt werden sollten. So lässt sich sicherstellen, dass die Vorlauftemperaturen der Heizung niedrig bleiben können – eine Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb einer Wärmepumpe.

Thermografie-Aktion im Kreis Olpe

Die Klimaagentur im Kreis Olpe e.V. führt in Kooperation mit den Städten und Gemeinden eine Thermografie-Aktion als kostengünstige Dienstleistung für Hausbesitzer:innen, Wohnungseigentümer:innen und Mieter:innen durch. „Gerade vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und der dringend notwendigen Wärmewende ist diese Aktion ein wichtiger Schritt, um Eigentümerinnen und Eigentümer für energetische Optimierungen zu sensibilisieren“, betont Uli Berghof, Vorsitzender der Klimaagentur im Kreis Olpe e.V.

Das Angebot, das durch die delta GmbH, Leipzig durchgeführt wird, umfasst für 94 € mindestens sechs Infrarotaufnahmen pro Objekt inklusive einer ausführlichen Infobroschüre mit Erläuterungen. Für eine kostenlose weiterführende Beratung nach der Thermographie steht Dirk Mobers, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW für den Kreis Olpe zur Verfügung. 

Interessierte können sich noch bis zum 28.02.2026 für die Aktion auf der Homepage der Klimaagentur anmelden: www.klimaagenturolpe.de/aktuelles

Ansprechpartner:innen in den Kommunen:

  • Hansestadt Attendorn, Katrin Schröder, k.schroeder@attendorn.org, Tel.: 02722 64-332
  • Stadt Drolshagen, Nora Bucher, n.bucher@drolshagen.de, Tel.: 02761 970-164
  • Gemeinde Finnentrop, Brigitte Kümhof, b.kuemhof@finnentrop.de, Tel.: 02721 512-154
  • Gemeinde Kirchhundem, Jana Bischoff, j.bischoff@kirchhundem.de, Tel.: 02723 409-43
  • Stadt Lennestadt, Marleen Schröder, m.schroeder@lennestadt.de, Tel.: 02723 608-135
  • Kreisstadt Olpe, Veronica De Lima Niebles, v.delimaniebles@olpe.de,  Tel.: 02761 83 1447
  • Gemeinde Wenden, Johann Klug, j.klug@wenden.de, Tel.: 02762 406-414
  • Kreis Olpe/Klimaagentur im Kreis Olpe e.V., Meike Menn, m.menn@kreis-olpe.de,        Tel.: 02761 81-604

Fotonachweis „Thermo“: Klimaagentur

Fotonachweis „Beispielbild“: delta